Wochengeflüster

Endlich, endlich, die Olympischen Putinspiele sind vorbei. Oft habe ich den Fernseher während der letzten 3 Wochen nicht eingeschaltet. Nur einmal, als überraschend die deutsche Skispringerin Carina Vogt die Goldmedaille holte, war ich zufällig dabei. Dabei genoss ich die Freude der Sportlerin über das Erreichte. Dieser Jubel war so unglaublich echt und unkommerziell.

До свида́ния! – sagen die einen mit Freude – die anderen mit einem zerknirschten Lächeln. Die Enttäuschung wird besonders groß bei der Deutschen Olympiamannschaft sein. Hat diese das angepeilte Ziel von 30 Goldmedaillen, doch um einiges verfehlt. Als Fan des Breitensports freut es mich, dass die Herren des DOSB auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurden.

Ein Super Gau ist ferner das Abschneiden der Deutschen Biathleten. Nachdem gestern auch noch ein Dopingfall bei der Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle gemeldet wurde, ist das Drama für diese Sportart groß. Die ARD, die uns jährlich mit einem Biathlonereignis nach den anderen bombardiert, wird dadurch ein wenig in Zugzwang geraten. Zum Thema Doping kann ich im Übrigen nur eines sagen. Ich habe noch nie eine ertappte Sportlerin oder einen Sportler gesehen, von den die Dopingeinnahme sofort bestätigt wurde. Gestern war es die Zahncreme und heute der Energieriegel. Erklärungen die als Comedyknaller taugen.

Neues gab es auch wieder einmal von Tebartz von Elst. Sie erinnern sich? Das ist der Protzbischoff aus Limburg. Der hat mal eben, mit der Kohle von dem im Jahr 2011 aufgelösten St. Georgenswerk, seine Wunschwohnung renoviert. Ein Großteil der 13-millionenschweren Stiftung, soll in den Bau geflossen sein. Das Geld war unter anderen für den Bau von Sozialwohnungen gedacht. Nun ich sage es mal vorsichtig, Religion ist nicht immer gut.

In der Ukraine gab es mindestens 77 Tote. Ein Konflikt der einen nachdenklich stimmt. Da ist ein Präsident der die Ukraine an Russland verkauft und eine Opposition die ziemlich verstritten ist. Jede Seite versuchte im Laufe der Zeit ihre Maximalvorstellungen und –forderungen durchzusetzten. Das konnte auf die Dauer nicht gut gehen.

Eine Zeitlang schien Europa diesen Konflikt ziemlich hilflos zuzusehen. Dies änderte sich diese Woche grundlegend. Die Außenminister von Polen, Frankreich und Deutschland flogen nach Kiew um eine weitete Eskalation der Lage zu verhindern. Ergebnis der Verhandlungen sind Vereinbarungen über vorgezogene Neuwahlen im Dezember und die Rückkehr zur Verfassung von 2004. Die Verfassung von 2004 beschneidet die Rechte des Präsidenten und würde eine Hinwendung zur Parlamentsdemokratie bedeuten. Die Sache hat nur einen Haken. Viele Menschen die schon seit Monaten in der Ukraine für Veränderungen einstehen, ist diese Einigung zu wenig.

Weltweit gibt es großes Lob für die Initiative der drei Außenminister, die sich auch gern als Weimarer Dreieck benennen lassen. Da kann man gern mal den deutschen Außenminister Respekt zollen. Er hatte das richtige Gespür zur rechten Zeit. Ich hoffe sehr, dass es in diesem europäischen Land, bald einen Weg gibt, der von der Gesamtheit des Ukrainischen Volkes getragen wird.

 

Die Welt ist schön wenn Du Sie änderst!

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