Preis für Amazon Prime Mitgliedschaft verdoppelt sich ¹

Heute Morgen zur besten Karnevalszeit um 1.11 Uhr bekam ich von Amazon eine Mail mit dem Titel „Wichtige Information zu Ihrer Mitgliedschaft in Amazon Prime“. Die Mail begann mit „Wir freuen uns…“ Diese Art von Briefen kennt man leider heutzutage zu Genüge. Erst werden supertolle Neuheiten und Vorteile aufgezählt und dann kommt das dicke Ende in Form von Preiserhöhungen oder ähnlichem. Vertriebstechnisch gesehen, bezeichnet man diesen Vorgang als Upselling. Persönlich habe ich ähnliche Erfahrungen schon mit der Firma Strato gemacht.

Doch zurück zu Amazon. „Und jetzt wird Amazon Prime noch besser. Ab dem 26. Februar umfasst Ihre Amazon Prime-Mitgliedschaft auch Amazons neuen Video Streaming Service Prime Instant Video„, schrieb man weiter.

Ich wurde skeptisch. Denn was soll ich mit einer Menge Videos, die mich nicht interessieren? Amazon möchte wohl eher das nicht erfolgreiche Produkt „Lovefilm“ pushen, dachte ich. Wenige Minuten später war ich schlauer. Denn das Produkt Lovefilm, wird unter den Namen „Instant Video“ neu aufgelegt. Was dann in der Mail zu lesen war, war eine Milchmädchenrechnung erster Güte.

„Die Gebühr für Amazon Prime bleibt bis zur nächsten Verlängerung Ihrer Mitgliedschaft am 14. März 2015 unverändert. Danach beträgt die jährliche Mitgliedschaftsgebühr nur 49 EUR. Im Vergleich zu zwei separaten Mitgliedschaften bei Prime und dem Streaming Service Lovefilm bedeutet dies eine jährliche Ersparnis von 63 EUR.“

  1. Die Gebühr für Prime beträgt bisher 29,00 €
  2. Sind also 20,00 € mehr oder eine Steigerung um 69 %
  3. Was zum Teufel, soll der Vergleich mit 2 Mitgliedschaften?
  4. Lovefilm nutze ich nicht

Was bitte, ist dies für ein Vergleich? Es ist schon ziemlich dreist, den Kunden jetzt ein anderes Produkt unterjubeln zu wollen, das in Deutschland nicht angenommen wird.

Was würde man seinen Bäcker erzählen, wenn der auf einmal sagen würde, „Meine Brötchen kosten jetzt je 2,00 €. Im Vergleich zu 20 Brötchen und einer Sahnetorte bedeutet dies eine tägliche Ersparnis um 12,45 €“.

Wieder einmal, ist dies ein gutes Beispiel dafür, welche Bedrohung von Internetmonopolisten ausgeht. Als Nutzer hat man dann nur die Wahl, ob man das Angebot nutzt oder nicht. Man kann nur hoffen, dass von den Mehreinnahmen die Amazon hat, auch etwas bei dem Versanddienstleistern und am Ende bei deren Beschäftigten ankommt. Dies war ja einer der Hauptkritikpunkte an dem Angebot von Amazon. Wenngleich ich da meine Zweifel habe, wäre dies etwas Positives an dieser drastischen Preiserhöhung.

¹ Rechenregel frei nach Amazon

 

Die Welt ist schön, wenn Du sie änderst!

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