Die große Sportlüge

„Wer Sport macht und nicht gewinnen will, braucht auch keinen Sport zu machen“. Dieser Satz eines Leichtathleten aus Deutschland hat mich schon mächtig auf die Palme gebracht. Was ist denn der Sinn vom Sporttreiben? Ist es der Sinn damit Kohle zu verdienen? NEIN, Sport ist für alle da, auch für die die keine Spitzenleistungen bringen können oder wollen.

Sport heißt sich zu bewegen, den Körper fühlen, die eigenen Grenzen kennen lernen. Jeder kann Sport machen – jeder so gut er kann – ob Alt ob Jung, ob gesund oder gesundheitlich eingeschränkt. Es geht nicht darum erster oder bester zu sein. Es geht darum teilzuhaben. Es geht nicht darum mit dem Sport unendlich Kohle zu verdienen. Geiz ist geil zählt nicht für Sporter sondern ist die Sprache des Geldes. Seinen Lebensunterhalt mit Bewegung zu verdienen ist ok, wenn man nicht den Kontakt zur eigentlichen Aufgabe des Sports verliert.

Geiz im Sport bedeutet Unfairness. Geiz, Geldgeilheit und die Gier nach einem perfekten Medaillenspiegel führt zu Unfairness. Dazu gehört für mich auch die Dopingvergangenheit des kalten Krieges und der Gegenwart. Wie hat man doch auf die Länder des Ostblocks gewettert. Anscheinend kamen die Erfolge einzig und allein aus Gründen des Medikamentenmissbrauchs. Jahrzehnte später belegt eine Studie der Humboldt-Universität, das Doping war spätestens seit den 70-iger Jahren, auch in der BRD der Alltag im Spitzensport.

Warum waren dann, nur mal so nebenbei, die Sportler aus den Ostblockstaaten um einiges besser als Ihre Kollegen von nebenan? Waren die Medikamente besser? Oder war es nicht doch das System wie Sport gefördert wurde?

Als der kalte Krieg dem Ende zuging, begannen die „goldenen“ Zeiten der Tour de France. Wie wurden wir im TV, immer wieder damit bombardiert, wie toll die Armstrongs, Ullrichs und Zabels waren. Uns wurde fanatisch erklärt, Ben Johnson liefe die 100 Meter doch so außerirdisch gut.

Letzte Woche war die Schwimm-WM in Barcelona. Eine ehemalige Sportlerin die jetzt als Co-Moderatorin ein bisschen Geld nebenbei verdient, fragte warum die Sportlerin überhaupt teilnehme, wenn Sie nicht den Willen zum Gewinnen hätte. Auch Jahre nach dem Karriereende hat sie es nicht verstanden. Sport – Siegen – Geld ist nicht immer das Ziel eines Sporttreibenden.

Ich kann diese Lügen des Sports nicht mehr hören. Der und der Fussballer hat x-Millionen gekostet, die Dopingkontrolle funktioniert, es zählt der Olympische Gedanke. Das ist kein Sport. Es ist ein Geschäft, was in Teilen seine Berechtigung hat, doch ziemlich verlogen ist.

Es ist eine große Sportlüge.

 

 

Die Welt ist schön, wenn Du sie änderst!

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