Deutschland im September 2013 – Eine Wahlwarnung

Deutschland im September 2013 - Eine Wahlwarnung
Deutschland im September 2013 – Eine Wahlwarnung

Am 22.09.2013 sind die nächsten Wahlen für den deutschen Bundestag. Wenn man den Kanzler/-in direkt wählen könnte wäre die Sache wohl klar. Es gibt keine Alternativen zur Frau Merkel. Noch nicht. – Es wird diese geben, deren kann man sich sicher sein. Allerdings ist die Zeit wohl noch nicht reif dazu.

Aber schauen wir uns die politische Lage einmal an. Fangen wir mit den kleinen Parteien an.

Die Piraten:

Lange Zeit hatte diese Partei meine Unterstützung. Ich habe diese selbst schon in Bayern gewählt, als diese Partei noch niemand kannte. Da dümpelte man noch bei 1.x % in den Umfragen herum. Aber das Potenzial das dahinter steckte, erkannte ich als riesig. Es kamen die Erfolge, es kamen die Besserwisser, es kamen die Karrieremenschen. All dies trug dazu bei das die Partei Ihren eigentlichen Auftrag vergaß.

Den eigentlichen Todesstoß bekam man, als man sich auf die Medien einließ. Der Satz „Wir haben nicht auf alles eine Antwort“, den ich überhaupt nicht schlimm fand, wurde der Partei solang um die Ohren gehauen, bis man vor lauter medialer Anpassung sein eigentliches Gesicht verlor. Und da wären auch noch einige Glaubwürdigkeitsprobleme. Beispiele gibt es deren viele. Z. B. das geistiges Eigentum bei den Piraten ein Gut für alle ist. In dem Moment als man merkt, man kann damit richtig Geld machen, wurde sich jedoch davon einfach distanziert.

Für die Bundestagswahl 2013 sehe ich die Piraten bei 2.0 Prozent.

Die FDP:

Wissen Sie was ein „strukturell ausgeglichenen Haushalt“ ist? Kein Problem ich verrate es. Es ist eine neue Worthülse der FDP. Irgendetwas musste man sich ja ersatzweise für gescheiterte Steuersenkungsversprechen einfallen lassen. Doch auch damit wird sich der gewünschte Erfolg nicht einstellen. Strukturell heißt eben „kein ausgeglichener Haushalt“. Und wo sparen in Zeiten übersprudelnder Haushaltseinnahmen nicht möglich ist, wird es auch morgen nicht möglich sein. Wozu braucht ein Land dann eine FDP. Niemand!

Ach ja?! Wie kann ich es vergessen. Es gibt da die gestrichene Arzteintrittsgebühr. Netter Versuch FDP aber davon werden ihr sicher nicht profitieren. Vielleicht später wenn Eurer Ärzteklientel sich auf Kosten der Beitragszahler, einen fetten Gehaltszuschuss gönnt.

Trotz der anstehenden Entlassung von Philipp Rößler, wird die FDP im Bundestagswahlkampf 2013 keine Rolle mehr spielen.

Ich sehe diese Partei 2013 bei 3.9 Prozent.

Die Linke

Zugegebener Maßen, die Linke liegt in allen Umfragen beständig über 5 Prozent. Aber in Zeiten von einem geschaffenen Rechtsanspruch auf einen Kinderkrippenplatz, Abschaffung der Arzteintrittsgebühr und in Balde die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns, hat es die Partei ziemlich schwer noch realistische Themen zu finden. Außer OSSI-Gejammer bleibt da nicht viel. Mit einem Wort die Partei hat eine Zeitlang ihre Berechtigung und Unterhaltungswert gehabt.

Meine Prognose für die Bundestagswahl 2013 heißt 4,9999 Prozent.

Die Grünen:

Auf dem letzten Parteitag hörte ich sehr viele soziale Versprechungen. Noch eine Partei die sich da einreiht…… Sei es der Mindestlohn, die Frauenquote oder die Erhöhung der Hartz IV Sätze. Hörte man da irgendetwas neues? Nein, denn das Grünen-Thema Atomenergie, ist gegessen.

Warum hört man aber so wenige Vorschläge wie man in Zukunft einen sozialen Strompreis sichern kann? Was ist mit den Stromtrassen die quer durch Deutschland gebaut werden müssen? Was ist mit einem sozialen Strompreis?

Nun gut, ein bisschen atomare Endlagerdiskussion ist noch aus den alten Zeiten übrig geblieben. Vielleicht fällt da auch noch einmal ein schönes Demoerlebnis für die Berufsdemonstrierer ab.

Die einzige Berechtigung die die Partei noch hat, ist eigentlich die Rolle als FDP-Ersatz. Man sträubt sich noch etwas dagegen, aber wenn das erste Wahlergebnis dies zulässt, wird man es tun. Davor wird noch Frau Roth den Hut nehmen. Selbständig ohne Abwahl. Der Widerspruch zwischen den zwei Spitzenkandidaten und der Parteichefin wird sich nicht anders auflösen lassen.

Meine Prognose für die Wahl 2013: 10,20 Prozent

Die SPD

Man hat einen Kanzlerkandidaten erkoren. Außer Helmuth Schmidt und ein paar SPD-Getreuen, kenne ich niemanden der Ihn wirklich als Kanzlerkandidat haben wollte. Die SPD ist da in eine Medienfalle getapst. Der Name wurde so oft in von den Medien erwähnt, bis man in der SPD selbst glaubte es kann nur einen geben. Was bietet man den Menschen für Alternativen? Außer der Rücknahme vieler Punkte der Agenda 2010 ist da wenig zu hören. Hauptthemen sind:

  • Alterssicherung
  • Mindestlohn
  • Stärkung von Tarifverträgen

Alles schön gehört. Nichts was den Menschen vom Hocker reißt. Wo sind die Alternativen? Wo ist der Gegenentwurf einer gerechteren Gesellschaft. Es fehlen die Alternativen, die klar greifbaren!

Wozu soll also eine Partei gewählt werden, die nichts neues zu bieten hat? Dies werden die Menschen erkennen und mit Verzögerung die schwerfällige SPD. Vermutlich wird aus dem Spitzenkandidat – ein spitzen Abgang.

Meine Prognose für die Wahl 2013: 26,0 Prozent

Fazit ohne dem (entscheidenen) Rest:

Piraten, FDP und die Linke verlassen den Bundestag. Übrig bleiben die Grünen mit 10,20 Prozent, die SPD mit 26,0 Prozent. Eine Partei (oder besser zwei) fehlen in meiner Einschätzung. Bewusst – denn für mich gibt es nur eine Schlussfolgerung:

Warum zum Teufel sollen Menschen Kopien wählen, wenn Sie doch beim Orginal wissen was Sie daran haben?

Ich habe darauf keine Antwort gefunden!

Daher bin ich, ausschlaggebend von der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage, zu dem Schluss gekommen, dass die gegenwärtige Opposition sich bis zum Wahltag im September 2013 radikal ändern muss. Geschieht dies nicht, so wird es eine absolute Mehrheit für die CDU/CSU geben.

p.s. Das Ergebnis dieses Wahlwarnung, entspricht nicht der persönlichen Wahlentscheidung des Autors. Zitate, Verlinkungen und Kopien dieses Inhaltes sind nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Verfassers gestattet.

Die Welt ist schön wenn Du Sie änderst.

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