Berlin verstehen.

Berlin bekommt nun keine Rot-Grüne Koalition. Das haben einzig und allein die Grünen zu verantworten. Dies fing schon mit der verehrenden, nicht eingestandenen Wahlniederlage an.
30 Prozent hätten die Grünen erreichen können. Aber ein überheblicher Wahlkampf mit einer noch überheblich (wirkenden?) Bürgermeisterkandidatin, ließen diese Träume wie eine Pusteblume im Wind wirken.
Diese Überheblichkeit setze sich dann in den Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen fort. 3 km Autobahn entschieden am Ende über die zukünftige politische Richtung Berlins.
Ich hätte gern eine starke grüne Partei im Abgeordnetenhaus gesehen. Dies musste aber scheitern, da es am Ende eine Partei der Verlierer war.
Und es gibt da noch einen Verlierer. Das ist die SPD. Der feine Partyhengst Wowereit wird sich 2013 aus den Staub machen und in die Bundespolitik wechseln. Ein Nachfolger ist weit und breit nicht in Sicht.
Zieht man in Betracht, dass der vergangene Wahlkampf der SPD, ein Wahlkampf einzig und allein eine Wowereit-Show war und viele Berliner nur deswegen der Partei Ihre Stimme gaben, so sind am Ende diese Wähler ganz schön an der Nase herumgeführt worden.
Nun wird es also eine Rot-Schwarze Koalition geben. Für Berlin kein Weltuntergang. Von Schwarzen mitregiert zu werden, tut nicht weh. Das kann ich aus meiner eigenen bayerischen Erfahrung sagen. 🙂
Und am Ende könnte dies sogar eine Erfolgsstory werden. Ich denke vor allem an die traurige Wahrheit, dass Berlin eine Stadt der Sozialhilfeempfänger und Arbeitslosen ist. Da sind neue Denkansätze so notwendig, wie die Blumen das Licht brauchen.

Die Welt ist schön, wenn Du Sie änderst!